Reform der Kulturförderung bei der GEMA

Musikverlage stimmen für den Aufbruch in eine neue Förderlogik

(c) GEMA
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Die Mitglieder der GEMA haben auf der diesjährigen MItgliederversammlung ein deutliches Signal gesetzt: Die Reform der Kulturförderung findet breiten Rückhalt, auch unter den Musikverlagen. Als Partner der Komponistinnen und Komponisten, Textdichterinnen und Textdichter begrüßen wir, dass die GEMA ihr Kulturförderinstrumentarium weiterentwickelt und an die Realitäten einer sich wandelnden Musikwirtschaft anpasst.

DMV-Präsident Götz von Einem: "Musikverlage sind mehr als Rechteinhaber, sie sind langfristige Investoren in künstlerische Karrieren. Eine Förderlogik, die Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit stärkt, kommt letztlich allen Beteiligten zugute: den Urhebern, den Verlagen und dem Publikum.  Wir sehen in der beschlossenen Reform die Chance, dass Fördermittel zielgenauer dort ankommen, wo sie musikalische Projekte wirklich ermöglichen und entwickeln.”.

Gleichzeitig erwartet der DMV, dass die Umsetzung der Reform transparent und im fortlaufenden Dialog mit allen Kurien erfolgt. Die Mitglieder der GEMA haben mit diesem Votum Vertrauen in die neue Förderstruktur bekundet . Dieses Vertrauen muss nun durch verlässliche Prozesse und klare Kriterien gerechtfertigt werden. Der DMV erwartet insbesondere, dass die GEMA ihr Versprechen einlöst und das Fördervolumen auf dem bisherigen Niveau auch zukünftig stabil hält.

“Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die neue Förderstruktur für Verlage im Bereich der ernsten Musik voraussichtlich mit finanziellen Verlusten verbunden sein wird” so DMV-Vizepräsident Arne Björn Segler. “E-Musik-Verlage haben über Jahrzehnte in Repertoire investiert, das kulturell bedeutsam, in seiner wirtschaftlichen Basis jedoch oft fragil ist. Wir vertrauen darauf, dass die GEMA diese besondere Situation im Blick behält und die Umsetzung der Reform mit Augenmaß gestaltet - im Interesse eines Repertoires, das zum Kern des deutschen Musiklebens gehört.”

Der DMV und seine Mitglieder  werden diesen Prozess konstruktiv begleiten und stehen für einen offenen Austausch bereit. Gemeinsam mit der GEMA und allen Kurien tragen wir Verantwortung für ein lebendiges Musikschaffen in Deutschland.

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