Zurück zu den Ursprüngen und gestärkt in die Zukunft: DMV tagt in Leipzig

Mit 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging am Mittwoch, den 22. April die zweitägige Jahrestagung des DMV zu Ende. Im Mittelpunkt standen dabei neben dem Thema KI die Diskussionen der Anträge zur GEMA-Mitgliederversammlung insbesonder der Reform der Kulturförderung der GEMA ebenso wie Impulse aus der Region.

Entspannte Gesichter in Leipzig: DMV-Vorstand und Geschäftsführung (v.li.) Dagmar Schwengler, Peter F. Schulz, Patrick Strauch, Diana Muñoz, Benjamin Bailer, Bettina Bonengel, Götz von Einem, Helmuth Kreysing, Birgit Böcher, Arne Björn Segler
Zu Gast beim DMV in Leipzig: Alex Pagel (2.v.re.) und Ruprecht Langer (2. v.li.) mit Birgit Böcher (li) und Götz von Einem (re).

Mit 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging am Mittwoch, den 22. April die zweitägige Jahrestagung des DMV  zu Ende. Im Mittelpunkt standen dabei neben dem Thema KI die Diskussionen der Anträge zur GEMA-Mitgliederversammlung insbesonder der Reform der Kulturförderung der GEMA ebenso wie Impulse aus der Region.

"Die Jahrestagung ist für mich persönlich immer wieder ein Highlight. Der Austausch mit unseren Mitgliedern, die die Vielfalt der Verlagslandschaft widerspiegeln ist gleichermaßen inspirierend und eine Freude“, betonte Präsident Dr. Götz von Einem. "Der Rückhalt unserer sehr Mitglieder bestärkt den Vorstand in seiner Arbeit im Hinblick auf die vor uns liegenden Herausforderungen. Der DMV ist eine wichtige Institution innerhalb der Musikwirtschaft in Deutschland, der wir in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik Gehör verschaffen."

Geschäftsführerin Birgit Böcher hob die wachsende Beteiligung jüngerer Musikverlegerinnen und Musikverleger hervor: „Leipzig hat sich als hervorragender Gastgeber erwiesen. Dass immer mehr junge Kolleginnen und Kollegen an unseren Tagungen teilnehmen, bestätigt unseren Kurs, den DMV als erste Anlaufstelle für Musikverlage auch zukünftig zu festigen"

Die Wahl des Tagungsortes war kein Zufall – in Leipzig wurde der Verband vor 197 Jahren gegründet. Die Stadt steht heute wie kaum eine andere Stadt für die Vielfalt der deutschen Musikkultur. Das machten Alex Pagel (Ltg. Büro für Popkultur und Musik Sachsen) und Kulturamtsleiter Tobias Kobe in ihren Vorträgen deutlich. Leipzig beherbergt in der Deutschen Nationalbibliothek auch das Deutsche Musikarchiv – dessen Leiter Ruprecht Langer zeigte auf, wie wichtig der Sammlungsauftrag für den Erhalt des musikalischen Erbes ist.

Licht in das „KI-Dunkel“ brachte GEMA-Vorstandsmitglied Ralph Kink mit einem außergewöhnlichen Vortrag über die technische Funktionsweise von KI-Modellen und ihren Anwendungen und Auswirkungen in der Musik und darüberhinaus. Zwei wichtige Ereignisse wurden ebenfalls in Leipzig von den Mitgliedern diskutiert: das bevorstehende „Go Live“ von ICE, also die Integration der GEMA-Datenbank sowie die Reform der Kulturförderung der GEMA.

Zeit zum Netzwerken gab es ausreichend und wurde von den Teilnehmenden auch entsprechend genutzt, sei es bei der Führung durch das Deutsche Musikarchiv am Montag oder dem Verbandsabend am Dienstag.

Im formalen Teil der Mitgliederversammlung berichteten Präsident Götz von Einem und Geschäftsführerin Birgit Böcher über die geplanten Projekte des Verbandes auf dem Weg zum 200jährigen Jubiläum des DMV 2029. Die notwendigen Beschlüsse wurden einstimmig gefasst, der Verband geht somit gestärkt und mit der Zustimmung der Mitglieder in das nächste Verbandsjahr.

Ausgezeichnet mit der goldnen Nadel des DMV für ehrenamtliches Engagemnent im Verband wurden Andreas Meurer (Ries & Erler) und Stefan Conradi (Edition Peters). 

 

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